Anton Wallner Feier, 21. Februar 2016

Gleichzeitig mit dem Anton WALLNER Gedenken wurde der Anschluß Salzburgs vor 200 Jahren an Österreich gefeiert.

Der Verein „K.u.K. Dragonerregiment N°, 6“, ZVR 002646048, war dabei.
Da unser Verein kein Mitglied im Landesverband der Schützen Salzburgs ist, waren die fünf Teilnehmer nur Zuseher an dieser Veranstaltung und zeigten die Vielfalt der Dragoneradjustierungen.

Wer war Anton WALLNER?

Er wurde 1758 als Bauernsohn (9tes von 12 Kindern)  in Oberkrimml, einer kleinen Ortschaft im Pinzgau des Salzburger Landes, geboren. Im Jahr 1785 ehelichte er die Wirtstochter Therese Egger mit der er innsgasamt 16 Kinder bekam. Das elterliche Hinterlehengut wurde1791 von ihm verkauft und 1792 kaufte er das Aichberger- Wirtshaus in Windisch- Matrei, Heute Matrei in Osttirol. 
In den Freiheitskämpfen 1809 beauftragte der Tiroler Kommandant Andreas HOFER ihn mit der Organisation der Abwehrkämpfe in  Salzburger Land mit Schwerpunkt im Pinzgau und Pongau. An seine Seite gegen die Franzosen und Bayern bekam er Johann PANZL aus Taxenbach und unter gemeinsamen Kommando wurden die am 27. Juli 1809 unter  französischer Führung eindringenden Bayern über LOFER und UNKEN in Richtung BAD REICHENHALL aus dem Land gedrängt.

 AW

Nach der verheerenden Niederlage bei MELLEK am Steinpaß kam es zum „Schönbrunner Frieden“ zwischen Österreich und Frankreich / Bayern. Mit diesem Frieden wurde eine Generalamnestie für die Freiheitskämpfer ausgesprochen und er zog sich in sein Gasthaus in Windisch- Matrei zurück.  Durch einen Kommandantenwechsel bei den Franzosen wurde diese Amnestie mit 10. November 1809 Wiederrufen und WALLNER wurden als vogelfrei erklärt und mit einem Kopfgeld von 1000 Gulden belegt.
Mit einem Hausierepaß eines Wiener Teppichhändlers floh er über den FELBERTAUERN und HEILIGENBLUT nach WIEN wo er am 13. Februar 1810 eintraf. Kaiser Franz I. bedankte sich für die treuen Dienste mit einem Gut sowie einer jährlichen Apanage von 500 Gulden und versprach bei der Nachholung seiner Familie nach Österreich Hilfe zu leisten.
AWKrimml+  Das Anton WALLNER Denkmal 1949 und Heute  AWKrimmlHeute
Fast gleichzeitig erreichte ihn die Falsche Nachricht daß die Franzosen sein Wirtshaus niedergebannt sowie seine Frau und alle Kinder ermordet hätten. Diese Nachricht traf ihn so schwer dass er an Nervenfieber erkrankte und am 15. Februar in einem Wiener Krankenhaus verstarb.                         
Wenn ich die Fotos auf meinem PC öffne sind sie scharf, hier wirken sie leider etwas unscharf.
Den ersten Höhepunkt des Tages bildete die Aufstellung begann im Mirabellgarten, dort wurde dem Landeskommandanten Schützenoberst MEIßL Franz gemeldet und um 0900 Uhr begann sich der Zug von uniformierten über den Ausgang neben dem Landestheater, über die Schwarzstraße – Staatsbrücke – Rudolfskai – Mozartplatz – Residenzplatz – Domplatz in den Dom zu SALZBURG.
Den Anfang bildeten eine große Abordnung mit Musik aus MERANSEN, Südtirol.

1SüdT

Ihnen folgten die Schützenabordnungen aus Tirol

2Tirol

sowie eine große Abordnung aus Bayern.

3Bayern

Der Landeskommandant mit der Landesfahne bildeten die Spitze der Salzburger Abordnungen, ihnen folgten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und dahinter folgten die Gaue mit jeweils einer Musikkapelle an der Spitze und danach die Abordnungen der Einzelvereine. Der Bezirk Pinzgau machte den Anfang da Wallner ja aus ihm stammte wobei die „Anton Wallner Schützen“ unmittelbar nach der Bezirksfahne gingen.

      4LKdt

6Pinzg     7Pinzg

Im Tennengau bildete die Abordnung des Schützenkorps Kuchl in der Adjustierung der Kaiserjäger einen großen Block. Sie Marschierten gemäß Exerziervorschrift des K.u.K. Heeres um 1910 mit der Fahne in der Mitte der Gesamtformatieon.

 8Tenn

Sie zeigten vor der Residenz dann eine perfekte Formationsverjüngung von Achter- auf Viererreihe.

9Tenn

10Tenn   11Tenn

Der Flachgau mit seinen beiden Gruppierungen Gewehrschützen und Brauchtumsschützen folgte.

12Flach   13Flach

 Der weitest entfernte Gau, der Lungau war mit seinen Farbenprächtigen Uniformen aus den Freiheitskämpfen um 1809 als nächster Marschblock auf dem Weg.

14Lung   15Lung

Mit dem Pongau war sodann die vorletzte Marschformation unterwegs.

17Pong   16Pong

 Der letzte Bezirk, jener welcher die Feierlichkeiten in diesem Jahr organisierte, der Bezirk SALZBURG- Stadt beendete mit einer Großmusik, aus mehreren Musikkapellen zusammengestellt, die farbenprächtige Spitze dieser Abteilung.

18Stadt1

Die Bürgergarde der Stadt Salzburg, als Gastgeberstadt bildete den Abschluß.

19BGSbg

Den zweiten großen Höhepunkt dieses Tages bildete die Gedenkmesse im Dom zu Salzburg, diese wurde vom Dompfarrer Prälat Balthasar  SIEBERER zelebriert wobei der Erzbischof von Salzburg Dr. Alois KOTHGASSER sowie der  Schützenkurat Richard WAYRINGER und weitere hohe kirchliche Personenanwesend waren.
Natürlich  konnte diese Messe nicht ohne den zahlreichen Fahnenabordnungen und den politischen Würdenträgern, an deren Spitze Landeshauptmann Dr. Wilfried HASLAUER jun. und dem Bürgermeister von Salzburg Dr. Heinz SCHADEN durchgeführt werden.

Kopie von DSC00533 

Nach der Gedenkmesse traten alle Einheiten in einem großen Karre, am Residenzplatz an, es wurde dem Landesschützenkommandanten Schützenoberst Franz MEISSL erneut gemeldet und dieser meldete dem Landeshauptmann Dr. Wilfried HASLAUER. Nach dem Abschreiten der Front, b ei dem auch der Bürgermeister der Stadt SALZBURG Dr. Heinz SCHADEN mitmarschierte, wurde mit Ansprachen verschiedener Personen erneut an „Anton WALLNER“ gedacht. Einige Auszeichnungen des Landes wurden vergeben und zum Abschluß spielten die zehn angetretenen Musikkapellen den Rainermarsch und die Landeshymne.

Abschreiten  22Residenzplatz

Das Abschreiten der angetretenen Verbände und ein Blick aus der Residenz auf die Angetretenen, in der Mitte die 10 Musiken und außen die Schützen.
Nach dem Festakt wurde wiederum, in jener Einteilung die beim Marsch vom Mirabellplatz zum Dom herrschte, ein Umzug vom Residenzplatz über dem Alten Markt, die Sigmund- Haffner- Gasse, die Franziskanergasse, den Domplatz, den Kapitelplatz und die Kapitelgasse, die Kaigasse zum Mozartplatz und schlußendlich wiederum zum Residenzplatz wo vor der Residenz vorbeiparadiert wurde und schlußendlich wiederum auf dem Domplatz eintraf.

23Lungau 24Flachgau 25Stadt

          Eine große Abordnung aus dem Lungau, die Landwehrschützen WALS und die Kaiserschützen aus der Stadt SALZBURG
Nach dem Abtreten begaben sich die Abordnungen der Gaue in die ihnen zugewiesenen Lokale zur Labung. Die Säle der Residenz wurde für den Ehrengästen, den Abordnungen aus Südtirol, Tirol und Bayern und schlußendlich jenen der Stadt SALZBURG zugewiesen.

26Carabiniersaal 27Ecksaal 28Mittelsaal

29Buffet Die drei Säle und ein kleiner Teil des Buffets.
Die Abordnung des Vereins „K. u. K. Dragonerregiment N°. 6“ begab sich nach Veranstaltungsende in Richtung Getreidegasse zum Chinarestaurant „JUEN“.
Auf dem Weg begegneten wir ein Gauabordnung am unteren Alten Markt wo sie eine Generaldecharge zu ehren Anton WALLNERS abgaben. Daraufhin meldeten sich einige Geschäftswächter (Alarmanlagen) lautstark. Als es fast ruhig war wurde eine weitere Salve abgegeben und es wurde wiederum sehr laut.

30Juen

Nach einem guten chinesischen Essen im China Restaurant YUEN, in der Getreidegasse 24 (im Durchgang) mit einer  Extraportion „knusprige Ente“ und „gebratene Garnelen“ wurde diese Ausrückung beendet.
Das Besitzerpaar vor ihrem Lokal

Das Besitzerpaar vor ihrem Lokal

WIDL Peter, Major der Kavallerie


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